BLITZWURZELN
Leander
Beils
Blitzwurzeln
öffnen eine Tür in die stillen, oft schmerzhaften Landschaften
unserer Erinnerung. Eingeleitet durch das Eröffnungsgedicht
Mnemosyne,
entfaltet sich in sechs Kapiteln die behutsame Suche nach Halt und
Trost. Das Ich erzählt vom Versuch, die Welt und sich selbst wie
als riss
und zäsur
zu schützen, wenn die eigenartige
fliehkraft / der kindheit zieht und zieht.
Man
spürt den Wunsch, das Flüchtige festzuhalten, Worte wie Harz
biegsam zu machen und sie zu Bernstein
aushärten zu lassen. Doch die Welt bricht ein —
wie ein
Frühmorgen,
der sich quecksilbern,
leitfähig
auf den Körper legt. Auf
die Atemlosigkeit folgt im Finale ein tiefes Durchatmen: Das Ich
lässt die strengen Gesetze der Logik hinter sich, umarmt die
Dunkelheit einer einzigen Nacht und findet im Verzicht auf
Erklärungen zu einer erlösenden, klösterlichen Ruhe. Es
ist ein Weg, der im Blick des Anderen beginnt:
*
„deine
augen deine fossilaugen
schlucken wenn
du sie schließt
und
für einen moment
reimt
sich die zeit nicht mehr“
Leander
Beil
ISBN: 978-3-948999-57-5
32 Seiten, 125x190 mm, Fadenbindung,
illustrierte, nummerierte Ausgabe.
herausgegeben und ausgewählt von Steffen Marciniak
Normalausgabe (Softcover): 9 Euro
Vorzugsausgabe (Hardcover): 33 Euro
— limitiert auf 9 nummerierte Exemplare
mit signiertem Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)
— limitiert auf 9 nummerierte Exemplare
mit signiertem Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)
LEANDER BEIL
Geb.
1992, ist Lyriker, Historiker und Journalist aus München. Studium
der Geschichtswissenschaften, Sprache, Literatur und Kultur an der
Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. 2025 schloss er seine
Promotion in Geschichte erfolgreich ab. Hauptberuflich tätig als
freier Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk, vorwiegend im Bereich
des Wissenschaftsjournalismus. Seine Werke erschienen in Anthologien
und Zeitschriften. Sein Lyrikdebütband captions wurde 2025 in der
„edition offenes feld“ (eof) veröffentlicht. Leander Beil
arbeitet an literarischen und analytischen Projekten, darunter an
Untersuchungen zu Sprachmustern des Wortes „Licht“ (1600–1900)
sowie zuletzt an der Auseinandersetzung mit den
politisch-philosophischen Implikationen moderner Kartensysteme.
Sein
lyrisches Schaffen wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter 2016 beim
„Lyrik-Stier“, 2023 mit dem Klopstock-Förderpreis. 2024 belegte
er den 2. Platz beim 6. Hanns-Meinke-Preis für junge Lyrik.
2026
Hanns-Meinke-Preis für junge Lyrik.
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