GEFÄHRTENPFADE
Ernst
Penzoldts (1892-1955) Gefährtenpfade
basieren auf
Gedichten des 1922 im Verlag seines Freundes Ernst Heimeran
erschienenen Debütbands Die
Gefährten. Diese
Texte sind voller Erinnerung, Freundschaft und elegischer Sehnsucht.
Sie beschwören Jugendtage, Wanderungen und stille Wege, in denen
Nähe und Vertrautheit spürbar werden. Zugleich deutet sich immer
wieder ein Verlust an: Der frühe Gefährte fiel im Ersten Weltkrieg,
er gehört einer vergangenen Zeit an, lebt vor allem im Andenken
Penzoldts weiter. Er erscheint als Kamerad, Bruder, geliebter Freund,
ist sowohl konkret wie symbolisch. Penzoldts Sprache ist leise, klar
und rhythmisch, die Bilder schlicht, aber eindringlich. Ein Band der
Treue, der verlorenen Jugend und der stillen Melancholie, in dem die
Gefährtenlyrik jener Zeit auf ein zartes, poetisches Minimum
reduziert wird und in dem der Ton dieses frühen, elegischen Poeten
unverkennbar anklingt. (sm)
*
„Die Städte schlafen. Neige dich still zu uns
Beiden mit uns zu ruhn, nächtlicher Hermion!
O wie schön sind die Nächte
Müder Gefährten in deinem Schatten!“
Ernst Penzoldt
ISBN: 978-3-948999-55-1
32 Seiten, 125x190 mm, Fadenbindung,
illustrierte, nummerierte und signierte Ausgabe.
Normalausgabe (Softcover): 9 Euro
Vorzugsausgabe (Hardcover): 33 Euro
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare
mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare
mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)
ERNST PENZOLDT
Geb. 1892 in Erlangen, gest. 1955 in München. Ab 1912 Bildhauerei-Studium in Weimar u. Kassel. Im Ersten Weltkrieg Sanitäter, begann 1915 mit dem
Schreiben von Gedichten und Kurzprosa. Der Tod seines Freundes Günther Stolle (1917) prägte Penzoldts literarischen Themenkreis Tod und Freundschaft.
1919 Umzug nach München, Begegnung mit Ernst Heimeran (1902–1955). Beider tiefe Gefährtenschaft bildete die Grundlage für Penzoldts Karriere: Heimeran gründete 1922 einen Verlag, um Penzoldts Erstlingswerke zu publizieren. Den Auftakt machte der Gedichtband Der Gefährte (1922), gefolgt von Idyllen (1923). Veröffentlichungen bei Reclam und Insel, wie Der Zwerg (1923) oder Der arme Chatterton (1928).
Gründungsmitglied der Münchner Künstlervereinigung „Die Argonauten“. Literarischer Durchbruch mit dem Schelmenroman Die Powenzbande (1930). Trotz ablehnender Haltung gegenüber dem 3. Reich konnte er weiter bei Verlag S. Fischer publizieren, z.B. Idolino
(1935). Nach 1945 bei Suhrkamp, u. a. mit Squirrel (1954). Ab 1948 Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums, 1948 Literaturpreis der Landeshauptstadt München, 1954 Immermann-Preis der Stadt Düsseldorf.
Schreiben von Gedichten und Kurzprosa. Der Tod seines Freundes Günther Stolle (1917) prägte Penzoldts literarischen Themenkreis Tod und Freundschaft.
1919 Umzug nach München, Begegnung mit Ernst Heimeran (1902–1955). Beider tiefe Gefährtenschaft bildete die Grundlage für Penzoldts Karriere: Heimeran gründete 1922 einen Verlag, um Penzoldts Erstlingswerke zu publizieren. Den Auftakt machte der Gedichtband Der Gefährte (1922), gefolgt von Idyllen (1923). Veröffentlichungen bei Reclam und Insel, wie Der Zwerg (1923) oder Der arme Chatterton (1928).
Gründungsmitglied der Münchner Künstlervereinigung „Die Argonauten“. Literarischer Durchbruch mit dem Schelmenroman Die Powenzbande (1930). Trotz ablehnender Haltung gegenüber dem 3. Reich konnte er weiter bei Verlag S. Fischer publizieren, z.B. Idolino
(1935). Nach 1945 bei Suhrkamp, u. a. mit Squirrel (1954). Ab 1948 Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums, 1948 Literaturpreis der Landeshauptstadt München, 1954 Immermann-Preis der Stadt Düsseldorf.


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