Verlag der 9 Reiche — Lyrik Edition NEUN — Literatur im Quadrat — Grafik — Vorzugsausgaben

„Wisse, daß jedwede Zahl nichts anderes ist als 9 oder ein Vielfaches davon, zuzüglich eines Darüberhinausgehenden. Wer das Darüberhinausgehende und den Multiplikator von Neun kennt, der kennt das Wesen und die Zahl in jeder Beziehung.“ --- Ibn Sina (lat. Avicenna, persischer Philosoph, Dichter, Arzt, Astronom, Alchemist, 980-1037)

55 Ernst Penzoldt: Gefährtenpfade

 

GEFÄHRTENPFADE

 

Ernst Penzoldts (1892-1955) Gefährtenpfade basieren auf Gedichten des 1922 im Verlag seines Freundes Ernst Heimeran erschienenen Debütbands Die Gefährten. Diese Texte sind voller Erinnerung, Freundschaft und elegischer Sehnsucht. Sie beschwören Jugendtage, Wanderungen und stille Wege, in denen Nähe und Vertrautheit spürbar werden. Zugleich deutet sich immer wieder ein Verlust an: Der frühe Gefährte fiel im Ersten Weltkrieg, er gehört einer vergangenen Zeit an, lebt vor allem im Andenken Penzoldts weiter. Er erscheint als Kamerad, Bruder, geliebter Freund, ist sowohl konkret wie symbolisch. Penzoldts Sprache ist leise, klar und rhythmisch, die Bilder schlicht, aber eindringlich. Ein Band der Treue, der verlorenen Jugend und der stillen Melancholie, in dem die Gefährtenlyrik jener Zeit auf ein zartes, poetisches Minimum reduziert wird und in dem der Ton dieses frühen, elegischen Poeten unverkennbar anklingt. (sm)

*

Die Städte schlafen. Neige dich still zu uns

Beiden mit uns zu ruhn, nächtlicher Hermion!

O wie schön sind die Nächte

Müder Gefährten in deinem Schatten!“


Ernst Penzoldt



ISBN: 978-3-948999-55-1 
 
32 Seiten, 125x190 mm, Fadenbindung, 
illustrierte, nummerierte und signierte Ausgabe.
 
Normalausgabe (Softcover): 9 Euro 
Vorzugsausgabe (Hardcover): 33 Euro
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare
mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)



ERNST PENZOLDT
 

Geb. 1892 in Erlangen, gest. 1955 in München. Ab 1912 Bildhauerei-Studium in Weimar u. Kassel. Im Ersten Weltkrieg Sanitäter, begann 1915 mit dem
Schreiben von Gedichten und Kurzprosa. Der Tod seines Freundes Günther Stolle (1917) prägte Penzoldts literarischen Themenkreis Tod und Freundschaft.
1919 Umzug nach München, Begegnung mit Ernst Heimeran (1902–1955). Beider tiefe Gefährtenschaft bildete die Grundlage für Penzoldts Karriere: Heimeran gründete 1922 einen Verlag, um Penzoldts Erstlingswerke zu publizieren. Den Auftakt machte der Gedichtband Der Gefährte (1922), gefolgt von Idyllen (1923). Veröffentlichungen bei Reclam und Insel, wie Der Zwerg (1923) oder Der arme Chatterton (1928).
Gründungsmitglied der Münchner Künstlervereinigung „Die Argonauten“. Literarischer Durchbruch mit dem Schelmenroman Die Powenzbande (1930). Trotz ablehnender Haltung gegenüber dem 3. Reich konnte er weiter bei Verlag S. Fischer publizieren, z.B. Idolino
(1935). Nach 1945 bei Suhrkamp, u. a. mit Squirrel (1954). Ab 1948 Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums, 1948 Literaturpreis der Landeshauptstadt München, 1954 Immermann-Preis der Stadt Düsseldorf.
 

 
 
 
 

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