![]() |
Renate M. Riehemann bei der Eröffnung mit dem Bürgermeister |
![]() |
Lesung von Patrick Hattenberg |
![]() |
Renate M. Riehemann bei der Eröffnung mit dem Bürgermeister |
![]() |
Lesung von Patrick Hattenberg |
11:30 Uhr: Lesung und Interview mit Patrick Schild, Außenbühne
14:00 Uhr: Lesung Patrick Hattenberg, Lesesaal
![]() |
Patrick Schild, Foto: Gerald Zoerner |
von Michael Eschmann:
Patrick Hattenberg hat bei Steffen Marciniak in dessen Verlag & Antiquariat der 9 Reiche einen Gedichtband mit dem Titel "Heimathaut" veröffentlicht. Daraus ausgewählt ist das heutige Gedicht "Ozeanaugen". Es fragt schon gleich zu Anfang: "Wenn mein Ich erst durch dein du zu meinem Ich und dein du erst durch mein Ich zu deinem du wird, wer sind wir dann?" *** Interessante Frage, denn im Gegensatz zur trivialen Liebesliteratur wird hier eine Verschmelzung zweier Ichs in einer Partnerschaft kritisch reflektiert. *** Denn schon in der nächsten Zeile nennt der Autor die Verschmelzung ein "Dichu" oder eine "Apfelbirne". Und das Gedicht wäre kein gutes Gedicht, würde es nicht mit einem pointierten Gedanken schließen ("... ich tauche ein und finde immer wieder eins. Uns.) - trotz aller Sehnsuchtsnähe zum anderen Ich bleibt zuletzt ein "wir" in Autonomie zweier Ichs (übrig). *** Und was ein Paar letztendlich zusammenhält, beantwortet das Gedicht zwar nicht, jedoch ein Aphorismus von Patrick Hattenberg, der ebenfalls in dem kleinen Band enthalten ist, könnte ein gedanklicher Wegweiser sein: "Zeit ist der Vater des Erfolges. Die Mutter ist das Glück."
mit Patrick Hattenberg, Thomas Rackwitz, Max Drushinin und Gabriel Wolkenfeld
Link zum Interview:
![]() | ||||
Drei Dichter beim "Lyrischen Garten" 2024 in einer früheren Aufnahme 2022:Max Drushinin, Gabriel Wolkenfeld, Patrick Hattenberg |
GZL – Januar 2023 – Empfehlung des Monats von Martin A. Völker
Die Corona-Pandemie hat im Kulturbereich immense Schäden bewirkt. Durch ausgefallene Buchmessen und Lesungen sowie durch gestoppte Verlagsprogramme sind Erwerbsquellen versiegt. Der ökonomische Schaden wird jedoch von dem emotionalen noch überragt: Kunst ist nämlich Kommunikation, und Kulturprodukte tragen überlebenswichtige Emotionen hin und her, sie geben Gefühlsanstöße, wo Denkanstöße unzureichend bleiben.
Deshalb ist es ein großes Glück, wenn nach dem pandemischen Orkan Kleinverlage wie zarte Bäumchen emporstreben und mutiger als so mancher Großverlag für reife Lesefrüchte sorgen. Die Lyrik-Edition NEUN im Verlag der 9 Reiche von Steffen Marciniak ist ein wahrer Juwelenkasten, in dem es funkelt und blitzt. Lyrik findet eine Sprache für Erlebnisse und Dinge, die so schön oder auch so schmerzhaft sind, dass sie die Betroffenen in drückender Sprachlosigkeit zurücklassen. Mit der Aufgabe, dem inneren Menschen zu Stimme und Ausdruck zu verhelfen, vereinigt sich der Künstler mit dem Psychologen.
Der Lyriker Patrick Hattenberg ist beides von Profession: Bei der Bundeswehr arbeitet er als Truppenpsychologe in der Krisenintervention, als Schriftsteller gewann er 2022 den Hanns-Meinke-Preis für junge Lyrik. Seine preiswürdigen Gedichte liegen als Band 7 von Marciniaks Edition vor. Der Titel „Heimathaut“ umspielt den Menschen als Bezugswesen. Erst die atmende Anwesenheit im Raum und die körperlich-emotionale Ortszugehörigkeit machen den Menschen zum Menschen. Hattenberg findet mit dem Titel eine starke Metapher dafür, was passiert, wenn die den Menschen wie eine Haut umschließende Heimat rissig wird oder durch äußere Angriffe bedingt in Fetzen herabhängt. Die ersten neun Gedichte zeigen den zu einem Nicht-Ich umgewandelten Menschen: abgeschnitten von der Außenwelt und in einen unwürdig kleinen Raum gesperrt. Wir alle könnten, wenn wir sprachmächtig genug wären, ein Lied davon singen, wie schnell das gelobte Homeoffice zu einem Gefängnis wird. Hattenberg beschreibt zugleich den emotionalen Ausnahmezustand, in den Menschen geraten, wenn sie ihr Gefängnis verlassen dürfen: „Weinen will ich stundenlang im Park“, heißt es in „Rasselatmung“. Der Autor hält ein eindringliches lyrisches Plädoyer für das Sich-Begegnen: In virtuellen Räumen nehmen wir zwar andere Menschen wahr, aber wir begegnen ihnen nicht. Zur echten Begegnung gehört der Blickkontakt, dem die Berührung folgt wie die Wärme der Nähe oder die Feststellung, sich riechen oder nicht riechen zu können. Eingesponnen sind Menschen in ihre, wie Hattenberg es formuliert, „Sinnennetze“. In ein solches verwickelt er auch seine Leserschaft und gibt ihr damit ein Stück der verlorenen Lebendigkeit zurück.
Martin A. Völker
Vom 19.8.-3.9.22 findet das 4. Internationale Musik- und Kulturfestival Uckermark statt. Autoren des Verlags der 9 Reiche treten in der Eröffnungsveranstaltung am 19.8.22 in Strasburg auf.
Die vier Gewinner des Hanns-Meinke-Preises, Max Drushinin, Anselm Retzlaff, Gabriel Wolkenfeld und Patrick Hattenberg, lesen aus ihren Gedichtbänden in der Lyrik-Edition NEUN. Herausgeber Steffen Marciniak moderiert, Festivalleiter David Yonan spielt Stücke für Geige und Bratsche:
Heute, am 14. Juli 2022, feiert Patrick Hattenberg, Dichter des Bandes 7 der Lyrik-Edition NEUN, seinen 30. Geburtstag.
Was schon weiß,
der diese Seite oder die Facebook-Seite des Verlags aufmerksam las, oder, was wunderbar wäre, der, der das eine oder andere Buch aus unserer Reihe bei sich zu
Hause haben, und der seinen Namen schon im Impressum entdeckte: das Design der
Umschläge ist seine toll gelungene Arbeit seit dem ersten Band, inspiriert von den Grafiken von Steffen Büchner.
Neu ist das: ab dem 9. Band, der Ausgabe mit der Verlags-9, diese Neun, die in den Büchern ja immer wieder versteckt auftaucht, die Ziffer der Vollkommenheit, die alle anderen vollendet und mit einschließt, wird Patrick Hattenberg nun neben Steffen Marciniak Mitherausgeber unserer Lyrik-Reihe, die natürlich noch möglichst lange fortbestehen soll.
Das wird natürlich am besten gelingen mit unseren Lesern. Band 8 für den Dichter Günther M. Bach ist übrigens so gut wie fertig. Und bis Band 11 sind die Manuskripte schon weit fortgeschritten, weiteres in Planung.
Der Verlag gratuliert Patrick Hattenberg zum Geburtstag und zur neuen Aufgabe als Mitherausgeber bei unserer Lyrik-Edition NEUN.
Am 12. Mai 2022 beginnt in Berlin das 7. Griechisch-Deutsche Literaturfestival.
Die Organisation des Berliner Prologs: Steffen Marciniak
3 Veranstaltungsabende wird es geben. Die ersten beiden, am 12. und 13. Mai 2022, finden im Lessinghaus im Nikolaiviertel, Nikolaikirchstr. 7, Berlin-Mitte am Alexanderplatz statt.
Der 3. Abend, am Samstag, den 14. Mai 2022 widmet sich ganz den Hanns-Meinke- Preisträgern für junge Lyrik, die im Verlag der 9 Reiche daraufhin alle eine Buchveröffentlichung bekamen. Die Veranstaltung findet statt im Gutshaus Steglitz, Wrangelschlösschen, direkt neben dem Schloßparktheater, Schloßstr. 48. Es gibt ein Buffet.
Alle Veranstaltungen beginnen um 19:30 Uhr.
Hier nun aber der gesamte Überblick:
Teilnehmer:
12. Mai:
Şafak Sarıçiçek, Renate Maria Riehemann, Martin A. Völker, Heidi Ramlow, Steffen Marciniak
13. Mai:
Ulrich Grasnick, Raoul Eisele, Mary Jo Fakitsa, Slavica Klimkowsky, Steffen Marciniak
14. Mai:
Max Drushinin, Anselm Retzlaff, Gabriel Wolkenfeld, Patrick Hattenberg, David Yonan (Violine)
Patrick Hattenberg
Die Arbeit als Psychologe inspirierte Patrick Hattenberg zur Lyrik. 2015 erschien sein erster Lyrikband, Hirnherbst,
den er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Kevin Hattenberg verfasst
hatte, im Sternenblick-Verlag, Berlin. Verschiedene Veröffentlichungen
in Anthologien des Sternenblick-Verlags. Ab 2016 auch fotografische
Arbeiten, 2018 Gewinner im Fotografiewettbewerb Stiftung Naturschutz
Schleswig-Holstein und beim Fotografiewettbewerb #wirkönnenwasser.
2019 Veröffentlichung der ebenfalls zusammen mit seinem Bruder Kevin Hattenberg verfassten Kurzgeschichte Dioskuren — Durch Leid zu den Sternen. Per Aspera ad Astra. beim Verlag PalmArtPress, Berlin, in: Entführung in die Antike (Hg. S. Marciniak). Seit 2020 liegt ein weiterer künstlerischer Schwerpunkt auf der Kinderliteratur.
Noch sind die Bände 6 und 7 der Lyrik-Edition NEUN nicht fertig. Beide sollen aber noch im 1. Quartal 2022 erscheinen. Mit Band 6 präsentieren wir Erzählgedichte aus Griechenland.
Und die Cover sind schon vorzeigbar. Wie immer lugen aus den Umschlägen Ausschnitte aus den wunderbaren Linolschnitten der Autorenporträts:
Mary Jo Fakitsa
Geboren in Athen wuchs sie als Sohn in einer künstlerischen Umgebung auf. Ihr Vater war der in Griechenland prominente Sänger Vassilis Fakitsas, der u.a. an der Griechischen Oper in Athen von 1962-2004 als Bass in etlichen Opern auftrat.Hier der link einer alten Aufnahme in youtube:
Vater Vassilis Fakitsas, Bass: Old Man River, u.a.
Als Kind spielte die Schauspielerin Melina Mercouri oft mit ihr. Sie lernte den bekannten Schriftsteller Jannis Ritsos kennen. Früh trat Mary Jo Fakitsa als Tenor in Solopartien und Chor der Griechischen Oper in Athen auf. Sie besuchte ein griechisches Konservatorium für Musik und komponierte elektronische Musik.
Hier ein link zu ihren Kompositionen: M.J. Fakitsa´s Kompositionen
Nach dem Tod des Vaters zog sie mit Mutter und Oma in die Apokoronas auf Kreta, Gebiet Chania, in das Wochenendhaus der Familie. Mary Jo Fakitsa lebte nun immer mehr in beiden Geschlechtern. Seit 2017 wohnt sie zum großen Teil auch in Berlin. Ihre ersten literarischen Veröffentlichungen, als Joey Fakitsas: Apokoronas: in Über das Kretische Meer (Hg. Radio Kreta / E. Engelmann), 2017, und als Maria Ioanna Fakitsa: Antinous am Nil in: Entführung in die Antike (Hg. S. Marciniak), Verlag PalmArtPress, 2019. Die in Deutsch verfassten Erzählgedichte Nirwanakind sind ihr Buchdebüt.
Patrick Hattenberg
Die Arbeit als Psychologe inspirierte Patrick Hattenberg zur Lyrik. 2015 erschien sein erster Lyrikband, Hirnherbst, den er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Kevin Hattenberg verfasst hatte, im Sternenblick-Verlag, Berlin. Verschiedene Veröffentlichungen in Anthologien des Sternenblick-Verlags. Ab 2016 auch fotografische Arbeiten, 2018 Gewinner im Fotografiewettbewerb Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und beim Fotografiewettbewerb #wirkönnenwasser.
2019 Veröffentlichung der ebenfalls zusammen mit seinem Bruder Kevin Hattenberg verfassten Kurzgeschichte Dioskuren — Durch Leid zu den Sternen. Per Aspera ad Astra. beim Verlag PalmArtPress, Berlin, in: Entführung in die Antike (Hg. S. Marciniak). Seit 2020 liegt ein weiterer künstlerischer Schwerpunkt auf der Kinderliteratur.
2022 erhielt er den Hanns-Meinke-Preis
Bericht im Harz-Kurier vom Lyrischen Garten im August 2025 in Osterode mit einem schönen Foto von den Tischen des Verlags der 9 Reiche und...