LIBELLENABEND
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare
mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)
Mehrere Veröffentlichungen von Gedichten in Anthologien und Literaturzeitschriften, zuletzt u. a. in Dichtungsring, Litrobona, Die sentimentale Eiche, Signaturen Magazin und Der Standard.
2020 erhielt sie den Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis, 2024 2. Preis Lyrik beim Landschreiber Wettbewerb. Ihr Lyrikdebüt erschien 2023: Von der Poesie deiner Worte, Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2023.
Stimmen
Wir sind damit mitten in der Thematik des Gedichts ["Auf den Gleisen"]: Sprachlosigkeit. Ein lyrisches Ich erzählt davon. Aber nicht wie es dazu kam, sondern in einer Art von aktueller Selbstbeobachtung erfolgt die kurze Beschreibung eines Ist-Zustandes eines Menschen bezüglich der eigenen Sprache. Und hier muß aufgepasst werden, denn "Sprachlosigkeit" kann einiges bedeuten. "Es fehlen mir die Worte" ist eine Redewendung des Volksmundes und eine weitere meint nur "Dazu fällt mir nichts mehr ein" - und beide Redewendungen können auch eine emotionale Ratlosigkeit verknüpft mit einer (verbalen) Sprachlosigkeit meinen. Im Gedicht gibt es den Hinweis, dass das lyrische Ich zum Leser spricht: "meine Wörter haben sich in der Vergangenheit verlaufen". Das heißt, irgendetwas ist passiert, warum die Sprache verloren ging. Wir erfahren aber nicht was. In diesem Gedicht lenkt Dorothee Krämer gekonnt die Aufmerksamkeit des Lesers auf den momentanen "Jetzt-Zustand" des lyrischen Ichs. Und auch das nur kurz angedeutet, indem vergangene Worte "ohne den Himmel anzusehen durch Abgründe gehen" müssen.


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