BERNSTEINLIEBE
Um Liebe geht es in vielen von Marco Kerlers Gedichten, die sich dieses Buch einfügen. Nicht nur im zarten Traum der Bernsteinliebe skizziert er in naiven, fast kindlichen Bildern Hoffnungen, Erwartungen und Zweifel, die von einem rhythmischen Teppich und filigranen Verzierungen getragen werden. Für die Liebe braucht es bei Kerler einfache Worte. So gelingt es ihm ihre Dringlichkeit zu spüren, oft in Schlaf und Traum. Sein Dornröschensyndrom hilft ihm hier zu fallen, in das große Ganze, um zurück zu kommen und am Schluss die Stadt zu verlassen. Auf Reisen gehen! Gefahren zu trotzen! (sm)
mit einem – Herz voller Vögel –:
dort
wo wir schüchtern
werden
Dein Zwitschern
und mein Flattern“
Marco Kerler
ISBN: 978-3-948999-42-1
32 Seiten, 125x190 mm, Fadenbindung,
illustrierte, nummerierte und signierte Ausgabe
Normalausgabe (Broschur): 9 Euro Vorzugsausgabe (Hardcover): 33 Euro
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare
mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare
mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)
Marco Kerler
Geb. 1985 in Ulm, wo er bis heute lebt, arbeitet und wirkt. Gelegentlich kann man ihn dort an
öffentlichen Plätzen antreffen, um für Passanten auf seiner Schreibmaschine Gedichte zu verfassen. Seit seinem Buchdebüt im Jahr 2007 veröffentlicht er regelmäßig neue Werke. 2019 gab er die Flugschrift – Gedichte gegen Rassismus (Druckwerkstatt Ulm) heraus. 2021 war er Mitherausgeber der beiden Mixtape-Anthologien bei Moloko-Print. In der make-up presse, die er 2021 gründete, veröffentlicht er handgesetzte Lyrikbände. 2022 erschien in der Corvinus Presse sein Gedichtband Gewesen mit Grafiken von Adela Knajzl und zuletzt, 2024, gab die Druckwerkstatt Ulm den Haiku-Kalender zwölf mit Illustrationen der Mitglieder heraus.
Stimmen
In der Kunst ist nur relevant
wie etwas dargestellt wird, nicht dass es dargestellt wird. Und um
dieses "wie" geht es auch bei Marco Kerler. Seine Verse
funkeln voller Empathie für das Thema [Liebe] und verfallen doch nie
in Naivität. Es wäre auch falsch ihn als kritischen Liebeslyriker
zu bezeichnen, das ist er deshalb nicht, weil seine Gedichte nicht
grundsätzlich den Sinn von Liebe hinterfragen. Besser wäre zu
sagen, er nähert sich vorsichtig und nachdenklich diesem
menschlichen Mysterium. So auch im [Titel-] Gedicht "Bernsteinliebe" – es beginnt bereits mit einer Aufzählung was er alles als
"Liebender" nicht (!) kann. Und zum Schluß wird klar, die
Metapher "Bernstein" steht als fossiles Harz für die
Ewigkeit der Liebe. Damit aber nicht genug: Marco Kerler ist Dichter,
er fordert von der Poesie (ebenfalls für die Ewigkeit) "eine
Zeile die uns liebt."
Michael Eschmann, Dichter, 2025
(zum Gedicht "Bernsteinliebe")


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