WACHTFEUER
Walter
Bauer (1904–1976) wuchs in einfachen Verhältnissen in Merseburg
auf und fand früh zur Literatur. Schon seine ersten Bücher machten
ihn in der Weimarer Republik bekannt; Dichter wie Hermann Hesse, Kurt
Tucholsky und Stefan Zweig erkannten in ihm eine eigenständige
humanistische Stimme. Die Zeit des Nationalsozialismus brachte
Brüche: Seine Werke galten als unerwünscht, zeitweise durfte er
nicht mehr veröffentlichen. Krieg und Gefangenschaft führten zu
einem tiefen Einschnitt in seinem Leben. —
1952
wanderte Bauer nach Kanada aus und begann in Toronto noch einmal von
vorn: zunächst mit einfachen Arbeiten, später als Lehrer und
Professor für deutsche Sprache und Literatur. Auch in der neuen Welt
schrieb er weiter auf Deutsch und bewahrte so in der Ferne Erinnerung
und Herkunft. —
Die
Gedichte des Bandes Wachtfeuer
begleiten sein Werk von den frühen mitteldeutschen Jahren bis zu den
späten Versen in der neuen kanadischen Heimat. (sm)
*
„Ungeheuer von Norden
Kamen die Stürme des Frühjahrs,
Botschaften bringend von riesiger arktischer Freiheit,
Lieder singend von unmenschlicher Einsamkeit.“
Walter
Bauer
ISBN: 978-3-948999-52-0
32 Seiten, 125x190 mm, Fadenbindung,
illustrierte, nummerierte und signierte Ausgabe.
Normalausgabe (Softcover): 9 Euro
Vorzugsausgabe (Hardcover): 33 Euro
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare
mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare
mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)
WALTER BAUER
Geb. 1904 in Merseburg, gest.
1976 in Toronto. Kindheit in ärmlichen Verhältnissen, Sohn eines
Fuhrknechts, Volksschul- u. Lehrerausbildung. Schrieb für eine
Merseburger Zeitung u. hörte als Gast Germanistik-Vorlesungen an der
Universität Halle. Ab 1928 Arbeit als Lehrer in Leuna u. weiteren
mitteldeutschen Städten. 1930 Heirat, Umzug nach Halle u. es
erschien der Band Stimme aus dem Leunawerk, der ihn als kritischen
Humanisten auswies und den Hermann Hesse, Ernst Toller, Kurt
Tucholsky und Franz Werfel lobten. Freundschaft mit Stefan Zweig. Im
3. Reich galten seine vor 1933 veröffentlichten Werke als
unerwünscht; zeitweises Schreibverbot. Im 2. Weltkrieg
Wehrmachtssoldat in der Sowjetunion, Frankreich u. Italien, wo er
1954 in Kriegsgefangenschaft geriet. Danach lebte er in Bayern, seit
1949 in zweiter Ehe, Umzug nach Stuttgart. 1952 Auswanderung nach
Kanada. Dort zunächst Arbeit als Packer u. Tellerwäscher. Ab 1954
Master-Studium für moderne Sprachen in Toronto. 1956
Albert-Schweitzer-Buchpreis für Die langen Reisen. 1959–1976
lehrte er deutsche Sprache und Literatur an der Universität Toronto.
Seine in Kanada verfassten literarischen Werke schrieb er zumeist auf
Deutsch. Er hinterließ ein umfangreiches Werk aus Romanen,
Erzählungen, Kinderbüchern, Essays, Gedichten und Hörspielen. Im
Nachkriegs-Westdeutschland Schatzmeister des neu gegründeten
westdeutschen PEN sowie korrespondierendes Mitglied der Deutschen
Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.


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