Verlag der 9 Reiche — Lyrik Edition NEUN — Literatur im Quadrat — Grafik — Vorzugsausgaben

„Wisse, daß jedwede Zahl nichts anderes ist als 9 oder ein Vielfaches davon, zuzüglich eines Darüberhinausgehenden. Wer das Darüberhinausgehende und den Multiplikator von Neun kennt, der kennt das Wesen und die Zahl in jeder Beziehung.“ --- Ibn Sina (lat. Avicenna, persischer Philosoph, Dichter, Arzt, Astronom, Alchemist, 980-1037)

52 Walter Bauer: Wachtfeuer

 

WACHTFEUER

 
Walter Bauer (1904–1976) wuchs in einfachen Verhältnissen in Merseburg auf und fand früh zur Literatur. Schon seine ersten Bücher machten ihn in der Weimarer Republik bekannt; Dichter wie Hermann Hesse, Kurt Tucholsky und Stefan Zweig erkannten in ihm eine eigenständige humanistische Stimme. Die Zeit des Nationalsozialismus brachte Brüche: Seine Werke galten als unerwünscht, zeitweise durfte er nicht mehr veröffentlichen. Krieg und Gefangenschaft führten zu einem tiefen Einschnitt in seinem Leben. 1952 wanderte Bauer nach Kanada aus und begann in Toronto noch einmal von vorn: zunächst mit einfachen Arbeiten, später als Lehrer und Professor für deutsche Sprache und Literatur. Auch in der neuen Welt schrieb er weiter auf Deutsch und bewahrte so in der Ferne Erinnerung und Herkunft. Die Gedichte des Bandes Wachtfeuer begleiten sein Werk von den frühen mitteldeutschen Jahren bis zu den späten Versen in der neuen kanadischen Heimat. (sm) 

*

Ungeheuer von Norden

Kamen die Stürme des Frühjahrs,

Botschaften bringend von riesiger arktischer Freiheit,

Lieder singend von unmenschlicher Einsamkeit.“


Walter Bauer


ISBN: 978-3-948999-52-0 
 
32 Seiten, 125x190 mm, Fadenbindung, 
illustrierte, nummerierte und signierte Ausgabe.
 
Normalausgabe (Softcover): 9 Euro 
Vorzugsausgabe (Hardcover): 33 Euro
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare
mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner
(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels)



WALTER BAUER
 
 
Geb. 1904 in Merseburg, gest. 1976 in Toronto. Kindheit in ärmlichen Verhältnissen, Sohn eines Fuhrknechts, Volksschul- u. Lehrerausbildung. Schrieb für eine Merseburger Zeitung u. hörte als Gast Germanistik-Vorlesungen an der Universität Halle. Ab 1928 Arbeit als Lehrer in Leuna u. weiteren mitteldeutschen Städten. 1930 Heirat, Umzug nach Halle u. es erschien der Band Stimme aus dem Leunawerk, der ihn als kritischen Humanisten auswies und den Hermann Hesse, Ernst Toller, Kurt Tucholsky und Franz Werfel lobten. Freundschaft mit Stefan Zweig. Im 3. Reich galten seine vor 1933 veröffentlichten Werke als unerwünscht; zeitweises Schreibverbot. Im 2. Weltkrieg Wehrmachtssoldat in der Sowjetunion, Frankreich u. Italien, wo er 1954 in Kriegsgefangenschaft geriet. Danach lebte er in Bayern, seit 1949 in zweiter Ehe, Umzug nach Stuttgart. 1952 Auswanderung nach Kanada. Dort zunächst Arbeit als Packer u. Tellerwäscher. Ab 1954 Master-Studium für moderne Sprachen in Toronto. 1956 Albert-Schweitzer-Buchpreis für Die langen Reisen. 1959–1976 lehrte er deutsche Sprache und Literatur an der Universität Toronto. Seine in Kanada verfassten literarischen Werke schrieb er zumeist auf Deutsch. Er hinterließ ein umfangreiches Werk aus Romanen, Erzählungen, Kinderbüchern, Essays, Gedichten und Hörspielen. Im Nachkriegs-Westdeutschland Schatzmeister des neu gegründeten westdeutschen PEN sowie korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.
 

 
 
 

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