Verlag der 9 Reiche — Lyrik Edition NEUN — Literatur im Quadrat — Grafik — Vorzugsausgaben

„Wisse, daß jedwede Zahl nichts anderes ist als 9 oder ein Vielfaches davon, zuzüglich eines Darüberhinausgehenden. Wer das Darüberhinausgehende und den Multiplikator von Neun kennt, der kennt das Wesen und die Zahl in jeder Beziehung.“ --- Ibn Sina (lat. Avicenna, persischer Philosoph, Dichter, Arzt, Astronom, Alchemist, 980-1037)

Samstag, 14. März 2026

Leipziger Messe 2026: Gabriel Wolkenfeld liest in der Lyrikbuchhandlung

 
An den drei Leipziger-Messe-Abenden vom 18.-20. März 2026 nimmt der Autor Gabriel Wolkenfeld in vom Verlag der 9 Reiche in der Lyrikbuchhandlung teil. Auch einige Bücher des Verlags werden ausliegen.


 

Mittwoch, 4. März 2026

Freitag, 2. Januar 2026

2.1.2026: Podcast mit Gast Martin A. Völker

Die Musikerin und Podcast-Betreiberin Jana Berwig führte am 2.1.26 ein ausführliches Gespräch mit dem Dichter von "Windgeborene", dem 13. Band in der Lyrik-Edition NEUN. Weiter unten zu sehen der link zum Reinhören.
 
Hier ihre Worte zu Ihrer Sendung mit Martin Völker: 
 
Für einen super-frischen und inspirierenden Start ins neue Jahr 2026 empfehle ich euch dringend die aktuelle Folge von "Heul doch" mit Martin A. Völker!
Martin kenne ich schon viele Jahre und bin fasziniert von seinem scheinbar unermüdlichen Schaffen. Außerdem schätze ich seine freundliche, patente Art, obwohl ich manchmal das Gefühl hatte, ihn gar nicht so gut zu kennen. Das sollte sich in diesem Gespräch ändern! Ganz freimütig lüftet er das Geheimnis hinter seinem Zweit-Namenskürzel A. Wir sprechen über seine vielfältigen künstlerischen Interessen und sein Schaffen seit der Kindheit. Er verrät, wie er sich selbst als Person und in dieser Gesellschaft wahrnimmt, und, was ihm wichtig ist im Leben. Wie er es trotz Selbstkritik schafft, nach Außen zu gehen, berichtet er. Und natürlich geht es auch um seine kommende Ausstellung in der Nüüd-Galerie in Berlin-Mitte. Martin ist geborener Moderator und Entertainer, trotzdem habe ich ihn immer wieder in ein tiefes Gespräch verwickeln können.
"Heul doch - Gespräche, die unter die Haut gehen. Folge 17: Martin blickt auf die Theaterbühne" - auf allen möglichen Podcast- und Streamingplattformen verfügbar!
 
 
link zum Podcast mit Martin A. Völker und Jana Berwig:

Podcast: Heul doch! - Gespräche, die unter die Haut gehen


 

Donnerstag, 1. Januar 2026

Zum 5-jährigen Verlagsjubiläum am 1.1.26: ein neu gestalteter Webshop

Am 1. Januar vor 5 Jahren erschien das erste Buch im Verlag der 9 Reiche. Nun gibt es den Webshop nach einer Probephase im letzten Jahr ganz frisch aufpoliert.

Auch ein Gedicht des Monats wird gezeigt. 


link zum Webshop: 

Webshop Verlag der 9 Reiche 

 














Dienstag, 30. Dezember 2025

Sonntag, 14. Dezember 2025

16.12.2025: Lesebühne bei "Schwarze Katze": Von Schweden bis Italien

 

Literarisches von Nord- nach Südeuropa, von Schweden nach Italien

 
 

 

Die letzte "Schwarze Katze"-Veranstaltung im Jahr 2025 wird am 16.12. um 19 Uhr stattfinden im Terzo Mondo, Grolmanstraße 28. 

Steffen Marciniak moderiert und wird etwas zu Schwedischem und zu Italienischem lesen. Die Autoren widmen sich aber ausführlich ihren beiden Lieblingsländern. Barbara Fellgiebel lebt in Schweden, T.G. Vömel, der im Verlag der 9 Reiche den Band "Lichtfluren" herausgegeben hat, lebte lange Zeit in Italien. 

Vom Verlag der 9 Reiche mit dabei: T.G. Vömel, er liest italienische Gedichte aus dem Band "Lichtfluren"der Lyrik-Edition NEUN - Reihe. Steffen Marciniak moderiert die Veranstalfung. Schwedische Kurzgeschichten liest Barbara Fellgiebel, die aus Schweden anreist.

 

 

Freitag, 12. Dezember 2025

13.12.2025: Lesung 9. Wilmersdorfer Lesesalon: Neue Bücher im Advent

 

 9. Wilmersdorfer Lesesalon: Neue Bücher im Advent

 
 

Am Samstag, den 13. Dezember 2025 findet um 19 Uhr der 9. Wilmersdorfer Lesesalon der Künstlerkolonie Berlin statt. Der Kunstraum befindet sich in den Kolonnaden am Breitenbachplatz 1, direkt gegenüber dem Supermarkt, nahe der Berliner U-Bahnstation Breitenbachplatz (U3).

Unter dem Motto „Neue Bücher im Advent“ präsentieren fünf Autorinnen und Autoren ihre aktuellen literarischen Arbeiten. Die Moderation übernimmt Steffen Marciniak, Schriftsteller und Verlagsleiter des Verlags der 9 Reiche, der durch den Abend führt und die einzelnen Autoren vorstellt.

Besonders freut sich der Lesesalon auf die Teilnahme der in der Künstlerkolonie lebenden Frederike Frei, die nach längerer Auftrittspause wieder mit einem Auszug aus ihrem Verlagsband vertreten sein wird.

Im Zentrum des Abends stehen darüber hinaus drei Neuerscheinungen der Lyrik-Edition NEUN, die von ihren Autoren erstmals öffentlich vorgestellt werden.

Es werden lesen:
 

Charlotte Ueckert - Hamburg mit „Zedernhänge“
 
Ferenc Liebig - Potsdam mit „Schnappschüsse“
 
Niklas Elsenbruch - Leipzig, mit Debütband „Lotsenlos“
 
Frederike Frei - lebt in der Künstlerkolonie Berlin, mit „Blumengesichter“
 
Steffen Marciniak - Mitglied der Künstlerkolonie Berlin mit „Prinzenverstecke“


Ihre Gedichtbände, jeweils eigenständig im Ton und dennoch im Geist der Edition verbunden, geben dem Lesesalon eine besondere adventliche Note – Der Abend verspricht eine Gelegenheit, bekannte und neue poetische Stimmen kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. 

Der Eintritt ist wie frei, über Spenden würden wir uns freuen.

 

Link zum Video von Boris Greff. Er liest ein Gedicht von Charlotte Ueckert:

Boris Greff liest ein Gedicht von Charlotte Ueckert



 



Mittwoch, 10. Dezember 2025

11.12.2025 Lesung und Wortkunst: Stimmen für Demokratie & Vielfalt

Lesung und Wortkunst 

am 11. Dezember 2025 um 19:30 Uhr

 
Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen: für Menschlichkeit, Respekt und eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung.

Im Mittelpunkt stehen Geschichten, Gedichte und musikalische Performances, die sich mit Demokratie, Vielfalt und den Herausforderungen unserer Zeit auseinadersetzen – insbesondere mit Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus. 

 

Mitwirkende: 

Mary Jo Fakitsa, Gabriel Wolkenfeld, Renate Maria Riehemann, Steffen Marciniak, Elson Zguri und Ulrich Grasnick
 
Musikalische Beiträge:  
 
Shadore, Simon Heidenreich (Herzkind)

 
Wann: Do, 11. Dezember 2025, Beginn um 19:30 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr
 
Wo: Bürgersaal, Kulturzentrum Alte Schule Adlershof,

Dörpfeldstraße 54-56, 12489 Berlin

 

Der Eintritt ist frei. Für Verpflegung wird gesorgt. Zugang barrierefrei (rollstuhlgerechter Zugang).

Dienstag, 25. November 2025

Bilder von der artbook.berlin 21.-23.11.2025

 


Steffen Marciniak, Petrus Akkordeon, Hendrik Liersch (Foto: A. Doering)

Steffen Marciniak und Richard Pietraß (Foto: A. Doering)

Steffen Marciniak und Petrus Akkordeon (Foto: A. Doering)
Ulrich Grasnick & T.G. Vömel


Foto: Abel Doering
Foto Abel Doering


Freitag, 21. November 2025

21.-23.11.2025: artbook.berlin - Buchmesse für Künstlerbücher & Editionen

  
Am Wochenende vom 21. bis 23. November 2025 verwandelt sich das Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz 2 in Berlin/Kreuzberg in eine Messe für Künstlerbücher & Editionen, in die artbook.berlin.
 
Über 90 Verlage, Werkstätten und Künstler zeigen ihre schönsten Bücher und Druckerzeugnisse. Der Eintritt ist frei. 
 
Am Doppel-Stand 61: Petrus Akkordeon / Verlag der 9 Reiche.
 
Freitag, 21. November von 18 bis 21 Uhr
Samstag, 22. November von 14 bis 20 Uhr
Sonntag, 23. November von 11 bis 17 Uhr
 
 

Donnerstag, 13. November 2025

13.12.2025: 9. Wilmersdorfer Lesesalon mit drei Buchpremieren

 
Der 9. Wilmersdorfer Lesesalon kommt im Dezember. Und es lohnt sich... Die Bewoohnerin der Wilmersdorfer Lesesalon der Künstlerkolonie Berlin, Frederike Frei wird an eine inzwischen sehr selten gewordenen Auftritt haben. Und es gibt drei Buchpremieren: Charlotte Ueckert aus Hamburg, Niklas Elsenbruch aus Leipzig und Ferenc Liebig aus Potsdam.
 


 

Mittwoch, 12. November 2025

Rezension im Signaturen-Magazin zu Matthias Schramms "Bitterblumen"

 
Florian Birnmeyer
 

Blüten, die nicht trösten: 

zu Matthias Schramms Bitterblumen


Blumen – man kennt sie als Dekor. Grußkartenästhetik, Wohnzimmervase, Sonntag-nachmittag. Ein Symbol, das sich abgenutzt haben müsste. Und doch wirken sie bei Matthias Schramm anders. Bitterblumen nennt er seinen 2025 erschienenen Debütband. Schon dieses Wort trägt den Riss in sich: Schönheit, die sich an etwas Reibendem wundstößt. Eine Blume, die nicht tröstet. Eine Erinnerung daran, dass die romantische „blaue Blume“ heute nicht mehr leuchtet, sondern nachgedunkelt ist. Sehnsucht, die einmal groß war und nun nur noch als Spur vorhanden ist.

Schramm, 1985 in Schlema im Erzgebirge geboren, weiß um diese Überlagerungen. Seine Gedichte sprechen nicht laut. Sie sagen nicht: „Sieh her, das bedeutet dies.“ Sie warten. Man muss sich ihnen annähern, und wenn man es tut, geschieht etwas Seltenes: nicht Pathos, sondern ein leises, verletzliches Staunen. Wie eine gepresste Blüte in einem Buch, schön, aber ohne Duft, und gerade deswegen schwer zu vergessen.
Die Landschaft, aus der diese Texte kommen, ist nicht Kulisse. Das Erzgebirge ist hier Organ, Resonanzkörper. Kein romantisch-verklärtes Landidyll, eher ein Ort, an dem Stille nichts beruhigt, sondern Rückwege öffnet. Flöze. Gruben. Rosen. Felder. Bäume. Butterblumen. Schlieren. Licht. Die Wörter sind einfach, beinahe unscheinbar, und gerade deshalb bleibt man. Man liest die knapp dreißig Seiten in einem Atemzug. Und hinterher bleibt etwas wie Trauer. Nicht, weil etwas vorbei wäre. Sondern weil die Natur sich zeigt, wie sie ist: entzaubert, und doch nicht verloren.

                    Ich denke oft an dich
wenn ich die Butterblume sehe
als die Sonne etwas in die Eiche
schrieb und uns zeichnete.
Und durch die Blumen sagtest du
habe nicht jede Rose Dornen
und nicht jeder Pfarrer ein Gebet.
 
Dass Schramms Texte musikalisch und malerisch wirken, überrascht nicht, wenn man seinen Weg kennt: zunächst Klavier- und Cembalobauer, später Studium von Grafik und Buchkunst in Leipzig. Diese Gedichte hören sich selbst zu. Sie atmen. Und sie wissen: Jeder Klang hat ein Verlöschen. Auch der Komponist, der in einem Gedicht auftaucht, ist nicht zufällig gewählt:

gustav-mahler-abendrot.
die flucht
aus lichtschlieren
an deren undenkbarem ende
das meer aller möglichen gedanken wartet
vergibt
die schuld
im apfelgrünen gewitter

Schramms Sprache bewegt sich. Sie bleibt nicht stehen, sie tastet, führt Bilder zusammen, löst sie wieder. Natur wird dabei oft personalisiert, synästhetisch überblendet. Das Provinzielle steht der Metropole entgegen, nicht als Rückzug, sondern als ein Ort, an dem Wahrnehmung sich konzentrieren kann. Romantik ist hier, ja, aber als spätes Echo, wissend, dass es spät ist.

wir legten uns in die faltbarkeit
des moments und
wurden ein origami;
eine schwalbensilhouette
die nicht mehr von freiheit
sang.

Die Typografie ist nicht immer konstant. Groß- und Kleinschreibungen schwanken, vor allem am Anfang. Manchmal wirkt es wie eine Suche, die erst nach einigen Seiten zur Ruhe findet. Vielleicht wäre hier ein wenig mehr Einheitlichkeit hilfreich. Vielleicht gehört aber auch das Schwanken dazu.

Der Band tritt in einen Dialog mit dem, was in der Gegenwartslyrik selten geworden ist: ernsthafte Formsuche. Man könnte an Marit Heuß oder Volker Sielaff denken. An eine Aufmerksamkeit, die nicht ironisiert, nicht sentimentalisiert. Bitterblumen verweigert sich dem „entweder oder“. Es findet eine dritte Haltung: zart, verletzlich, ohne Schutzschild, und genau deshalb von heute.

Am Ende bleibt ein Gedicht, das sich an jemanden richtet - oder an sich selbst:

Du suchst im Leben Stille und den Frieden
Doch auf der Suche nach den wahren Dingen
führt dich der lange Weg durch die Neurosen.

Man könnte sagen, diese Gedichte seien nicht zeitgemäß. Und doch erinnern sie an etwas, das wir nicht loswerden: Dass Gefühle nicht für die Oberfläche bestimmt sind. Dass nicht jeder Mensch in eine Großstadt gehört. Dass es Orte gibt, die nicht spektakulär sind und trotzdem nicht austauschbar.

Vielleicht ist das die eigentliche Bitterkeit dieser Blumen: Sie wollen uns nicht trösten. Aber sie zeigen uns eine Wunde, an der wir ohnehin schon tragen.

Und das genügt.

Es ist genug.
 
 
link zum Signaturen-Magazin:
 
 
 

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